Die Vorarlbergerin ist Olympia-Siegerin, Doppel-Weltmeisterin, Slalom-Weltcupsiegerin. Sie hat in ihrer Karriere mehr erreicht als viele andere.
In Levi stand Liensberger erstmals seit einem Jahr wieder am Podest, musste sich nur der überragenden Mikaela Shiffrin geschlagen geben. Schon der Saison-Auftakt in Sölden verlief mit Rang acht im Riesentorlauf vielversprechend.
"Es gelingt mir immer mehr, so zu fahren, wie ich mir das vorstelle", sagt Liensberger. "In Levi habe ich gemerkt, dass ich wieder mehr ans Limit gehen und die Ski frei laufen lassen kann. Ich schaffe es, schnell von den Kanten wegzukommen, das ist entscheidend. Ich bin in einzelnen Phasen wieder so ins Fahren gekommen, dass es sich wie fliegen angefühlt hat."
Raus aus dem Loch
Frei und locker skizufahren, das ist der 27-Jährigen in den vergangenen zwei Saisonen selten gelungen.
Im Winter 2022/23 stürzte Liensberger sportlich in ein Loch. Es war platzierungstechnisch die zweitschlechteste Saison ihrer gesamten Karriere, sie schaffte es nur drei Mal in die Top Ten. Die Verpflichtung von Star-Trainer Livio Magoni war nicht das einzige Missverständnis.