Lamparter kann Gesamtweltcup fixieren
Johannes Lamparter sagt über die vielen Highlights gegenüber LAOLA1: "Ohne Olympia oder einer Weltmeisterschaft ist Seefeld immer das Saison-Highlight. Jetzt hatten wir das Highlight (Seefeld) vor dem Highlight (Olympia) und das Skifliegen kommt auch noch das erste Mal für uns dazu. Mit unserem Adrenalin wird sehr viel gespielt."
Für Lamparter ist der Bewerb in der Steiermark nochmal besonders wichtig, denn der 24-jährige Tiroler könnte seinen insgesamt zweiten Gesamtweltcupsieg fixieren. Aktuell hat er bei drei ausstehenden Bewerben 242 Punkte Vorsprung auf den Norweger Jens Luraas Oftebro.
"Wir trainieren den ganzen Sommer. Jetzt genieße ich einfach alles, was passiert, sehr", ergänzt der dreifache Medaillengewinner von Mailand/Cortina.
"Jeder Skispringer hat den Traum"
Für ÖSV-Cheftrainer Christoph Bieler ist das Skifliegen Teil des notwendigen Entwicklungsprozesses: "Ich glaube, dass das der nötige Schritt war, dass man jetzt den Kombinierern gewährt, dass sie auf Skiflugschanzen kommen."
"Es ist natürlich ein Riesen-Traum, der in Erfüllung geht, weil jeder Skispringer hat den Traum, eine Skiflugschanze runterzuspringen und jeder hat den Traum von einem 200-Meter-Flug", ergänzt Bieler.
"Wenn ich dann unter 200 heimfahre, bin ich 'gscheit' angefressen."
Ihm selbst blieb diese magische Marke knapp verwehrt. Als Athlet durfte Bieler selbst mal eine Skiflugschanze runterspringen. 2008 absolvierten die ÖSV-Kombinierer Testflüge in Planica. Doch der einzige Athlet, der die 200-Meter-Marke damals übersprang, war Wilhelm Denifl. Bieler landete kurz vor 200 Metern.
"Ich habe mir den Traum in Planica vor vielen, vielen Jahren erfüllt. Ich habe mir zwei Flüge auf der Flugschanze gegeben. Leider ist mir der 200er ganz knapp um eineinhalb Meter verwehrt geblieben. Es war ein ganz tolles Erlebnis und ich freue mich jetzt, das aus einer anderen Position erleben zu dürfen", sagt der 49-jährige Tiroler.
Retteneggers vor letztem Step
Auch die beiden Olympia-Teilnehmer Thomas und Stefan Rettenegger freuen sich auf die neue Herausforderung. Als sehr gute Springer dürfen sich beide berechtigte Hoffnung auf weite Flüge machen.
"Ich habe bei der Skiflug-WM zugeschaut, das schaut einfach richtig cool aus. Ich glaube, jeder der als Skispringer anfängt, hat den Traum vom Skifliegen und dass man mal so richtig weit hupfen kann. Die Vorfreude ist natürlich riesengroß", sagt Team-Sprint-Bronzemedaillen-Gewinner Stefan Rettenegger.
Thomas Rettenegger hat bereits die Best-Jumper-Trophy, für den besten Springer in dieser Weltcup-Saison, fixiert. Am Kulm hat er ein ganz klares Ziel: "Wenn man mit dem Skispringen anfängt, macht man seine Steps auf die nächstgrößere Schanze. Jetzt können wir endlich den letzten Schritt machen. Wenn ich dann unter 200 heimfahre, bin ich 'gscheit' angefressen."