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Abschiedsrennen: Hauser auf "coole" Platzierung aus

Die Tirolerin bestreitet am Holmenkollen ihre letzten Weltcuprennen. "Was dann kommt, ist alles offen", äußert sich die Biathletin über ihre Zukunft.

Abschiedsrennen: Hauser auf "coole" Platzierung aus Foto: © GETTY

Lisa Hauser stellt sich am Holmenkollen auf einen emotionalen Abschied aus dem Biathlon-Sport ein.

"Ich weiß, dass riesiger Druck abfallen wird. Es sind viele Leute von mir da, auf das freue ich mich", sagte Österreichs Ex-Weltmeisterin vor ihren letzten Weltcup-Auftritten in Norwegen.

Hauser hat ihre aktive Karriere mit Saisonende für beendet erklärt. Am Wochenende will sie noch einmal "eine coole Platzierung einfahren" - und die Schlussrunde genießen.

Entscheidung reifte über die Saison

Bei Österreichs bisher einziger Biathlon-Weltmeisterin reifte der Entschluss zum Rücktritt über die vergangenen Monate. Vom ursprünglichen Plan, bis 2028 mit der WM in Hochfilzen weiterzumachen, rückte die 32-Jährige ab.

Hauser betonte bei einem Medientermin vor dem Sprintbewerb am (heutigen) Donnerstag noch einmal, dass ihre Entscheidung nicht von heute auf morgen gefallen sei. "Während des Winters ist das Gefühl gekommen, dass ich auch ein anderes Leben kennenlernen möchte, das ich ja so gar nicht kenne."

Flunger-Abschied nicht ausschlaggebend

In Oslo will die Tirolerin einen guten Abschluss hinlegen. Massenstart-Weltmeisterin in Pokljuka 2021 war sie, dazu kommen sechs Einzelsiege im Weltcup und drei weitere WM-Medaillen.

Trainiert hat Hauser in den vergangenen Jahren mit dem Schweizer Team um ihre Langzeittrainerin Sandra Flunger. Die Salzburgerin verabschiedet sich nach dieser Saison aus der Schweiz. Mit Flungers Abschied soll ihr Rücktritt nichts zu tun haben, erklärte Hauser. "Diese Entscheidungen sind unabhängig voneinander beschlossen worden. Jetzt beginnt für uns beide ein neuer Lebensabschnitt."

"Was dann kommt, ist alles offen"

Es soll ein Schritt weg vom Trainingsalltag werden: Nicht mehr nach Strukturen und Plan leben. "Die kleinen Sachen, wenn ich mit Freunden und Familie etwas unternehmen kann - dafür hatte ich so nie Zeit", meinte Hauser über ihre ersten Ziele nach der Wettkampfkarriere.

Nach 15 Jahren im Biathlonsport gelte es, einmal das Leben abseits des Sports zu genießen. "Was dann kommt, ist alles offen." Was Hauser ausschloss: Trainerin im Erwachsenenbereich will sie einmal nicht werden.

Gute Entwicklung im heimischen Biathlon

Mit Hauser verliert Österreichs Biathlonteam das Aushängeschild bei den Frauen. Andere sollen die Lücke schließen. Hauser ortete eine gute Entwicklung in den mehr zehn Jahren seit ihrem Weltcupdebüt. "Es hat eine gute Entwicklung stattgefunden. Es macht mich stolz, da dabei gewesen zu sein."

Am Holmenkollen ist am Sonntag Schluss. Nach dem Sprint stehen am Samstag noch die Verfolgung und tags darauf der Massenstart-Bewerb am Programm. Hauser ist als 18. und damit einzige Österreicherin in den Top 30 ins Oslo-Wochenende gegangen.

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