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Ex-ÖSV-Athletin offenbart Vergewaltigung vor Paralympics 2022

Die nun für Tschechien startende Biathletin spricht gegenüber LAOLA1 über ein schweres Trauma vor den Spielen in Peking.

Ex-ÖSV-Athletin offenbart Vergewaltigung vor Paralympics 2022 Foto: © GEPA

Carina Edlinger sorgte in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen.

Denn die gebürtige Bad Ischlerin kehrte Österreich den Rücken und startet nun für Tschechien. Bei den Paralympics 2026 konnte Edlingerova, wie sie mitterlweile heißt, im Biathlon-Sprint bereits eine Silbermedaille für ihre neue Nation gewinnen.

Edlinger bestätigt Vergewaltigung

Bei den vergangenen Spielen in Peking holte Edlinger, damals noch für Österreich, eine Gold- und eine Bronzemedaille. Daraufhin berichtete "Forbes Austria", dass Edlinger zwei Wochen vor dem Gewinn der Goldmedaille vergewaltigt worden sei.

Gegenüber LAOLA1 bestätigte die Austro-Tschechin nun den Bericht. "Ich habe in meinen Jahren, auch im österreichischen Sport, sehr dunkle Zeiten erlebt. Ich habe sehr, sehr viel darunter gelitten", sagt die 27-Jährige.

"Nach außen hin war ich die erfolgreiche junge Lady, die alles mögliche gewonnen hat, aber wie es so einem Menschen dahinter geht, das ist nochmal ganz etwas anderes", ergänzt Edlinger.

"Zum Glück habe ich das Ganze überlebt"

Dass die gebürtige Österreicherin das Trauma verarbeiten konnte, verdankt sie auch ihrem Hund, der sie aufgrund ihrer Sehbeeinträchtigung auch im Alltag unterstützt.

"Ich habe zum Glück das ganze überlebt, dankenswerterweise auch wegen meines Hundes, der hat dann wieder ganz viel Licht in mein Leben gebracht."

"Ich war 14 Wochen in Therapie"

An die Zeit von damals will Edlinger nicht mehr zurückdenken, trotz ihrer Erfolge: "Ich habe psychologisch sehr viel an dem Wort China gearbeitet. Die Goldmedaille habe ich nie wieder angeschaut."

Die richtige Aufarbeitung des Traumas begann für sie erst nach den Spielen: "Nach China war ich 14 Wochen in Therapie, ich bin volley von den Paralympics in der Therapie gewesen. Ich sage, über psychische Gesundheit redet eigentlich keiner, weil dann jeder sagt, du bist ja psychisch krank. Die meisten Leute verstehen halt nicht, dass ein Mensch dahinter steckt."

Auf die Frage, ob ihr damaliges Erlebnis auch etwas mit ihrem Nationenwechsel zu tun hat, sagt sie nur: "Es ist gut so, wie es ist."

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