"Schwerer Schlag": Das sagt der ÖSV zum olympischen Kombi-Aus
Die Nordische Kombination ist nicht länger Teil des olympischen Wettkampf-Programms. Eine Hiobsbotschaft für den heimischen Wintersport, sagt Mario Stecher.
Die Nordische Kombination scheint nicht im Wettkampfplan für die Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen auf. Alle Infos >>>
"Die heutige Entscheidung des IOC ist eine Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport und ein schwerer Schlag für die Nordische Kombination", wird Mario Stecher in einem Statement von Ski Austria zitiert.
Der Sportdirektor war einst selbst ein Weltklasse-Kombinierer, nahm an sechs Olympischen Winterspielen teil und gewann mit dem Team sowohl 2006 in Turin als auch 2010 in Vancouver die Goldmedaille.
Auswirkungen reichen über Kombination hinaus
Kaum eine andere Disziplin würde "so sehr" für Tradition und eine österreichische Erfolgsgeschichte stehen wie die Nordische Kombination.
Stecher: "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die sichtbare Weiterentwicklung dieser Sportart nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Unsere Athletinnen und Athleten haben enorme Fortschritte gemacht, die leider nicht jene Anerkennung finden, die sie verdienen."
Die Auswirkungen würden weit über die Sportart hinaus reichen. "Auch das Skispringen ist unmittelbar betroffen, denn ohne olympische Perspektive wird es mittelfristig schwieriger werden, Schanzenanlagen zu erhalten und den Nachwuchs nachhaltig zu fördern."
Nachwuchs am stärksten betroffen
Am stärksten sei jedoch der Nachwuchs betroffen. "Vielen Talenten wird mit einem Schlag eine Zukunftsperspektive genommen. Kinder und Jugendliche, die mit Leidenschaft trainieren, verlieren ihr großes Ziel – den olympischen Traum", bedauert Stecher.
Dennoch werde man alles dafür tun, "die Nordische Kombination stark zu halten und gemeinsam mit der FIS sowie unseren Partnern Wege zu finden, dieser einzigartigen Sportart eine attraktive Bühne und eine stabile Zukunft zu sichern."